Fridays For Future protestiert gegen das Kohleausstiegsgesetz

erstellt von Fridays for Future — zuletzt geändert: 2020-06-24T15:38:46+02:00
Am Freitag, 26. Juni wird Fridays For Future deutschlandweit protestieren. anlässlich der Verabschiedung des Kohleausstiegsgesetzes Anfang Juli sowie der RWE-Hauptversammlung.

Es wird unter anderem Proteste in Berlin sowie am Tagebau Garzweiler geben. Die Bewegung setzt sich seit ihrer Gründung für einen schnelleren Kohleausstieg ein.

"Wir müssen bis 2030 aus der Kohle aussteigen, um den deutschen Beitrag zum Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. Der Entwurf zum ‘Kohleausstiegsgesetz’ ermöglicht noch für knapp zwei Jahrzehnte die Verbrennung dieses dreckigen, unwirtschaftlichen und zerstörerischen Energieträgers. Die Bundesregierung ignoriert damit die Stimmen der Wissenschaft und der Bevölkerung – auf Kosten unserer Zukunft", erklärt Corvin Drößler, Fridays for Future Neuruppin.

Mit dem Kohleausstiegsgesetz will die Bundesregierung den Kohleausstieg in Deutschland bis 2038 gesetzlich und durch öffentlich-rechtliche Verträge mit den Energiekonzernen regeln.  Des Weiteren wird im Gesetzestext die “energiewirtschaftliche Notwendigkeit” des Tagebaus Garzweiler 2 festgelegt. Zudem laufen Verhandlungen zwischen den Energiekonzernen und der Bundesregierung, welche Milliarden an Entschädigungen vorsehen. In dem 2019 veröffentlichten Forderungspapier fordert Fridays for Future Deutschland den deutschen Kohleausstieg bis 2030, die Beendigung der Subventionen für fossile Energieträger sowie die Abschaltung von einem Viertel der Kohlekraftwerkskapazitäten bis Ende dieses Jahres.

"Wir stecken mitten in der Klimakrise und müssen besser heute als morgen aus der Kohle aussteigen, die hier und weltweit Lebensgrundlagen und Zukunftsperspektiven zerstört. Das Kohleausstiegsgesetz ist ein Skandal und darf in dieser Form keinesfalls verabschiedet werden", ergänzt Christina Schliesky, Fridays for Future Hochneukirch.

Fridays for Future, Pressemitteilung, 24. Juni 2020