Fridays for Future am 3. Mai

erstellt von Fridays for Future — zuletzt geändert: 2019-05-01T16:32:50+00:00
Der Streik beginnt um 12 Uhr an der Konstablerwache. Von dort wird zur "Grünen Lunge" im Günthersburgpark demonstriert.

„Wir streiken, bis ihr handelt“ – Klimastreik in Frankfurt am Main
Schülerinnen und Schüler streiken in Frankfurt am Main fürs Klima.

Am Freitag, den 3. Mai streiken in Frankfurt am Main und ganz Deutschland wieder Schüler*innen, Studierende und junge Menschen unter dem Motto Fridays For Future für mehr Klimaschutz in Deutschland und eine konsequentere Klimapolitik.

Der Streik beginnt in Frankfurt um 12 Uhr an der Konstablerwache und es folgt ein Demonstrationszug zur Grünen Lunge. Diese ist eine Grünfläche oberhalb des Günthersburgpark, auf der die Stadt Frankfurt zusammen mit Instone Realestate plant ein Neubauviertel zu errichten. Das gesamte Grünland nördlich des Günthersburgparks hat klimatisch wichtige Funktionen für die Stadt. Die Grüne Lunge dient als Frisch- und Kaltluftschneise für die Luft aus der Wetterau nach Frankfurt, so dass deren Bebauung drastische negative Folgen auf das Klima der Stadt haben würde. Vor Ort wird es ein Klettertraining, Tomaten-Pflanz-Aktionen so wie eine "Küche für Alle" geben.

„In der Stadt sind Grünflächen sowieso rar, also haben wir als Fridays For Future die Pflicht, für die Erhaltung dieser zu kämpfen. Nur ein grünes Frankfurt kann ein Frankfurt der Zukunft sein“ erklärt Paul Lindner, Frankfurt am Main.

Vor ein paar Wochen reagierte die Instone AG mit einer Pressemitteilung auf die Demonstrationen und Aktionen der Schüler*innen vor deren Büro und an der Grünen Lunge. Allerdings hat Fridys For Future Frankfurt noch keine direkte Anfrage für ein Treffen von Instone erhalten. Die Demonstranten sind trotzdem bereit für ein öffentliches Gespräch zu dem Thema und schlagen dafür diesen Freitag vor. Dort könnte man mit allen Interessierten in den Dialog treten.

In vielen Städten gehen auch diese Woche wieder zehntausende junge Menschen auf die Straße, um gegen die weiterhin fehlende Handlungsbereitschaft der Politik in Bereichen der Umwelt- und Klimapolitik zu streiken.

In ihrem Forderungspapier fordern die Demonstrant*innen nicht nur das Erreichen von Nettonull bis 2035, sondern auch der Kohleausstieg bis 2030, eine 100-prozentige Versorgung durch erneuerbare Energie sowie unter anderem eine CO2-Steuer.

„Seit Monaten gehen wir jeden Freitag auf die Straßen um für unsere Zukunft zu kämpfen, jedoch gab es bislang leider noch keine konkrete Reaktion von der Stadt Frankfurt auf unsere Aktionen zur Grünen Lunge und überhaupt “, ergänzt Helena Marschall, Oberursel

Inspiriert von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg, die seit Monaten jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament streikt, gehen seit Monaten junge Menschen in ganz Deutschland und weltweit auf die Straße. In der vergangenen Woche demonstrierten 28.000 junge Menschen in 72 Städten in ganz Deutschland. So wie in Frankfurt auch, streikten viele von ihnen in den Schulferien.