Es endlich selbst in die Hand nehmen: Altes Polizeipräsidium zurückkaufen und entwickeln

erstellt von Die Linke. im Römer — zuletzt geändert 2024-01-31T11:15:27+01:00
Angesichts des über 20 Jahre währenden Leerstands des Alten Polizeipräsidiums und der Insolvenz des Investors Gerchgroup fordert die Linksfraktion im Römer, das Gelände wieder in öffentliche Hand zu überführen und durch gemeinwohlorientierte Akteure zügig zu bebauen.

Dazu Eyup Yilmaz, wohnungs- und planungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer:

„Das Alte Polizeipräsidium steht seit über zwei Jahrzehnten leer. Entwickler Gerchgroup hat das Gelände 2018 für satte 212,5 Millionen vom Land Hessen erworben und seitdem nichts getan. Die jetzige Insolvenz könnte dazu führen, dass viele weitere Jahre keine einzige Wohnung dort entsteht. Das passiert, wenn öffentliche Flächen höchstbietend privatisiert werden: Spekulativer Leerstand und Stillstand. Die öffentliche Hand muss das Alte Polizeipräsidium endlich zurückkaufen und selbst entwickeln.“

Leerstand und Verfall eines wertvollen Geländes in bester Innenstadtlage dürfe nicht ohne Konsequenzen bleiben. Yilmaz fordert: „Das Alte Polizeipräsidium darf nicht im Besitz der Gerchgroup bleiben, dessen Bebauung sie seit Jahren aktiv verhindert hat. Das Alte Polizeipräsidium gehört nicht in die Hand eines Immobilienspekulanten, der jetzt auch noch pleite ist. Die Stadt Frankfurt und das Land Hessen sind in der Verantwortung, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen: Sie müssen das Gelände nicht nur zurückkaufen, sondern mittels der öffentlichen Wohnungsgesellschaften, Genossenschaften und gemeinschaftlichen Wohnprojekten zügig selbst entwickeln.“

Ziel müsse es sein, dass auf dem Gelände ausschließlich bezahlbarer und geförderter Wohnraum entsteht. „Außerdem müssen auch genügend Flächen für alternative und studentische Wohnformen bzw. für soziale Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden. Der Bebauungsplan muss daher entsprechend der Anforderungen neu aufgestellt werden. Es ist noch nicht zu spät, um das Quartier in ein sozial-ökologisches Vorzeigeprojekt zu verwandeln. Eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung ist das Gebot der Stunde,“ so Yilmaz abschließend.

Pressemitteilung 30.1.2024