„Erfolg des zivilgesellschaftlichen Engagements gegen Rassismus“

erstellt von DGB Offenbach — zuletzt geändert: 2021-02-11T15:21:10+01:00
DGB Offenbach erfreut über Absage der AfD-Kundgebung

Die AfD hat ihre für Freitag vor dem Rathaus Offenbach geplante Kundgebung mit Björn Höcke abgesagt. Der Protest aus den Gewerkschaften, Parteien, Vereinen und Verbänden der Zivilgesellschaft ist in den letzten Tagen immer breiter geworden und hat sich unter dem Bündnis Bunt statt Braun versammelt. Das Bündnis hatte früh zu Gegenprotesten aufgerufen.

Brigitte Bach-Grass, Vorsitzende des DGB Kreisverbands Offenbach ist froh und erleichtert, dass Offenbach am Freitag Hass und Hetze erspart bleibt. „Der geplante Auftritt von Björn Höcke in Offenbach traf uns kurz vor dem ersten Jahrestag der rassistischen Morde von Hanau besonders. Höcke und die AfD bereiten durch ihre antidemokratische, ausgrenzende und rassistische Rhetorik den Boden für rechte Gewalttaten  und Hetze.“

Bach-Grass war zudem über die Wahl des Ortes entsetzt: „Höcke, der regelmäßig die Opfer des Faschismus und die Gedenkkultur verhöhnt, hätte ausgerechnet an der Flamme sprechen sollen, dem Ort des Gedenkens an die Opfer der Nazigewalt. Das konnten wir nicht hinnehmen.  Schon aus unserer eigenen Geschichte als Gewerkschaften müssen wir uns der Verbreitung von rechtem und nationalistischem Gedankengut konsequent entgegenstellen.“

Bach-Grass sieht die Gründe der Absage vor allem in der großen Mobilisierung vor Ort: „Offenbach hat gezeigt, dass hier kein Ort für rechten Hass und Hetze ist. Wir sind froh, dass es uns in den letzten Wochen gelungen ist, dies als Teil eines großen Bündnisses noch einmal deutlich gemacht haben. Die Absage ist ein Erfolg unseres gemeinsamen zivilgesellschaftlichen Engagements gegen Rassismus“.

Pressemitteilung 11.2.2021