Die neue nukleare Bedrohung. Wie weiter nach der Kündigung des INF-Vertrages?

erstellt von DFG-VK — zuletzt geändert: 2019-03-24T09:48:29+00:00
Diskussion am Freitag, 29. März 2019, 19 Uhr im Haus am Dom Frankfurt

Mit

  • Andreas Zumach (Journalist, Genf),
  • Jonathan Seel (Internationale Kampagne zur Abschaffung aller Atomwaffen ICAN-Deutschland),
  • Thomas Carl Schwoerer (Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen DFG-VK)

Die tödliche Gefahr eines Nuklearkrieges ist wieder präsent in Europa. Der INF-Vertrag zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion - heute Russland - zum Verbot und zur Abschaffung von nuklear gerüsteten Mittelstreckenraketen ist zunächst von der US-Regierung, dann auch von Moskau gekündigt worden. Eine neue Eskalationsstufe gegenseitiger nuklearer Bedrohung mit neu entwickelten Atomwaffen steht ins Haus, wenn nicht im nächsten halben Jahr eine wesentliche politische Verschiebung hin zu Deeskalation und Abrüstung gelingt. Den Regierungen alleine können wir diese existenzielle Verantwortung nicht überlassen. Eine starke Mobilisierung und Bewegung der Zivilgesellschaft ist dringend erforderlich.

Dazu wollen wir uns von für Frieden und Abrüstung engagierten Akteuren informieren lassen und über politische Handlungsoptionen und deren konkrete Umsetzung diskutieren.

Es gibt Konzepte: Mit großem Erfolg wurde die Internationale Kampagne zur Abschaffung aller Atomwaffen (ICAN) auf den Weg gebracht. Dieser Forderung hat sich die Mehrheit der in der Vollversammlung der Vereinten Nationen vertretenen Staaten angeschlossen, und in Städten wie Frankfurt unterstützen die „Mayors for Peace“ - die Bürgermeister für den Frieden - diesen Vertrag.

Die riesigen Demonstrationen und Aktionen des zivilen Ungehorsams gegen die nukleare Aufrüstung in den 80er Jahren haben den Regierenden den elementaren Friedenswillen der Bevölkerung verdeutlicht. Da gilt es anzuknüpfen!

ATTAC Frankfurt * Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen DFG-VK * Friedens- und Zukunftswerkstatt Frankfurt * IPPNW – Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs * Katholische Akademie Rabanus Maurus * Pax Christi Rhein-Main Regionalverband Limburg-Mainz

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Frankfurt, 21.März 2019