Die Beschäftigten bei Karstadt-Kaufhof zahlen die Zeche – Standorte in Frankfurt erhalten!

erstellt von DIE LINKE. im Römer — zuletzt geändert: 2020-06-26T18:43:34+02:00
DIE LINKE. im Römer unterstützt die Protestkundgebung vor dem Karstadt-Gebäude in Frankfurt (Zeil 90) am Montag, 29. Juni 2020, um 14 Uhr.

„Die Nachricht vom Kahlschlag bei Galeria Karstadt-Kaufhof und vom drohenden Aus für die Filialen von Karstadt auf der Zeil und Kaufhof im Hessen-Center ist ein schwerer Schlag für die Beschäftigten!“, so Michael Müller, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer. Seit der Übernahme der Kaufhäuser durch die Signa Holding des österreichischen Immobilien-Investors und Milliardärs René Benko sind Entlassungen und Schließungen angekündigt worden.

„Jetzt werden die Folgen der Covid-19-Pandemie schamlos genutzt, um die lange geplanten Standortschließungen und Entlassungen gegen den Widerstand der Beschäftigten und der Gewerkschaft ver.di durchzusetzen. Es darf nicht sein, dass der Milliardär Benko auf Kosten der Beschäftigten saniert und dabei auch noch durch die Schließung von Kaufhäusern in besten Lagen – wie auf der Zeil – zur weiteren Verödung der Einkaufsstraßen beiträgt!“,  erklärt Müller.

Weiter: „Wir unterstützen die Proteste von ver.di und den Beschäftigten, die für den Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen und nicht einfach hinnehmen wollen, dass hier Fakten geschaffen werden und sie die Zeche zahlen sollen.“

Wenn selbst der deutsche Städte- und Gemeindebund der Ansicht ist, dass Warenhäuser wie Galeria Karstadt-Kaufhof systemrelevant für viele Innenstädte sind, sei es Zeit für neue Konzepte zur Rettung des Einzelhandels. Müller abschließend: „Der Magistrat der Stadt Frankfurt und Wirtschaftsdezernent Markus Frank sind gefordert, endlich Konzepte für die Zukunftssicherung des Frankfurter Einzelhandels vorzulegen. Wir erwarten, dass der Magistrat sich an der Seite der Beschäftigten von Karstadt-Kaufhof für den Erhalt der Filialen in Frankfurt einsetzt!“

Fraktion DIE LINKE. im Römer, Pressemitteilung, 26. Juni 2020