DGB demonstriert am 1. Mai unter besonderen Bedingungen / mit geänderter Route

erstellt von DGB Frankfurt — zuletzt geändert: 2021-04-28T10:23:40+02:00
"Solidarität ist Zukunft - die Krise gerecht gestalten!"

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft alle Demokratinnen und Demokraten auf, am diesjährigen Tag der Arbeit unter dem Motto „Solidarität ist Zukunft – die Krise gerecht gestalten!“ auf die Straße zu gehen. „Die Corona-Krise hat die sozialen Ungleichheiten weiter verschärft, gerade Menschen mit geringem Gehalt und unsicheren Beschäftigungsverhältnissen sind besonders hart getroffen“, so der Frankfurter DGB-Vorsitzende, Philipp Jacks. „Gleichzeitig werden Konzerne mit Milliardenhilfen gefördert, die schütten den Eigentümern trotzdem hohe Dividenden aus, und versuchen die Krise zu nutzen, um längst geplante Massenentlassungen und Werksschließungen zu rechtfertigen – das ist verantwortungslos! Solidarität ist das Gegenteil: wer viel hat, muss abgeben!“

Berufstätige Eltern, Beschäftigte im Gesundheitssystem, in Kitas und Schulen, im Einzelhandel, in der Hotellerie und Gastronomie, am Flughafen und vielen anderen Bereichen seien besonders hart getroffen: „Die brauchen endlich angemessene Lösungen! Außerdem muss das Kurzarbeitergeld erhöht werden, und berufstätige Eltern brauchen Sonderurlaubstage wegen Homeschooling und stark eingeschränkter Betreuungsmöglichkeiten. Das funktioniert so nicht!“

Jacks beruft sich auch auf die hessische Verfassung: „Dort ist definiert, dass der 1. Mai als Feiertag das Bekenntnis zur sozialen Gerechtigkeit, zu Fortschritt, Frieden, Freiheit und Völkerverständigung versinnbildlicht – es ist damit der einzige inhaltlich-politische Feiertag des Jahres. Dies wollen wir allen ins Bewusstsein rufen, denn diese wichtigen menschlichen und zivilisatorischen Werte gehen bei vielen Diskussionen heute leider unter“, so der DGB-Vorsitzende.

Hauptredner ist in diesem Jahr Michael Rudolph, der Bezirksvorsitzende des DGB Hessen-Thüringen. Weitere Rednerinnen sind Tanja-Sabrina Henkel von der DGB-Jugend und Verónica Romanowski von der IG Metall. Die Begrüßung übernehmen wie in jedem Jahr Oberbürgermeister Peter Feldmann und Philipp Jacks. Das Absinto Orkestra wird vor und nach den Reden Balkan-Beat und -Swing spielen.

Um bei Kundgebung, Demonstration und Anreise die Abstandsregelungen einhalten zu können, findet der Tag der Arbeit dieses Jahr anders statt als in den vergangenen Jahren:
Auftakt ist um 10:30 Uhr auf der Hauptwache, die Demonstration zieht über den Römer zum Abschluss gegen 12 Uhr auf den Opernplatz.

„Dort haben wir mehr Platz, wir können die Wiese der Taunusanlage mit nutzen. Die Teilnehmer sollen auf Abstand und Maske achten, auch bei der Anreise. Verpflegung und Infostände wird es keine geben. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir so Corona-konform für eine solidarische Krisenlösung eintreten können“, so Jacks.

„Wir haben Auftakt und Abschluss auf größere Plätze verlegt. Wir haben auch darauf geachtet, dass diese mit Bus und Bahn aus vielen Richtungen erreichbar sind, um auch bei An- und Abreise Enge zu vermeiden. Die Demonstration wird ausschließlich auf breiten Straßen stattfinden. Wir haben in den vergangenen zwölf Monaten gute Erfahrungen mit Corona-konformen Demonstrationen gemacht, unsere Leute halten sich sehr zuverlässig an den Gesundheitsschutz.

Pressemitteilung 27.4.2021