Demonstration angesichts der aktuellen Hochwasserkatastrophe

erstellt von Fridays for Future Frankfurt — zuletzt geändert: 2021-07-23T14:50:55+02:00
Am 23.07.2021 hat Fridays for Future Frankfurt um 12 Uhr eine Demonstration von der Bockenheimer Warte bis zur Alten Oper mit 100 Teilnehmenden durchgeführt, um in Solidarität mit den Betroffenen der Hochwasserkatastrophe darauf aufmerksam zu machen, dass die Folgen der Klimakrise schon jetzt und auch hier in Deutschland zu spüren sind.

Schon jetzt hat die globale Erwärmung die 1 °C-Marke überschritten. Extreme Waldbrände in Australien, Nord- und Südamerika, Tropenstürme, Überflutungen und Ernteausfälle sind nur einige der globalen Folgen. In Deutschland sind nach tagelangen heftigen Regenfällen viele Dörfer in der Eifel überschwemmt und zahlreiche Häuser eingestürzt. Viele Menschen werden noch vermisst, über 160 sind gestorben. Und auch in Frankfurt erleben wir immer mehr heiße Tage - Frankfurt war letztes Jahr eine der heißesten Städte Europas.

Die Klimakrise ist kein Problem der Zukunft, sondern hat schon jetzt massive Auswirkungen; auch hier in Deutschland, aber insbesondere in Ländern des globalen Südens wie beispielsweise Bangladesh, wo es inzwischen regelmäßig zu schwerwiegenden Überflutungen kommt.

Emil von Fridays for Future Frankfurt, erklärt: „Wir sehen, dass unser Wetter immer extremer wird, wir sehen die Bilder aus der Eifel, wir lesen von den Opfern und vom Leid ihrer Familien. Als junge Generation müssen wir befürchten, dass solche katastrophalen Klimafolgen schon bald zu unserer Normalität werden.“

„Die jetzigen Wahlprogramme der Politiker*innen zeigen, dass die Bundestagswahl keine dringend notwendige Veränderung unserer fossilen Wirtschaft bringen wird. Es wird weiterhin Raubbau betrieben, weiter in Kohle, Öl und Gas investiert und die Lebensgrundlage von Menschen im globalen Süden zerstört. Ein sozial-ökologischer Wandel unserer Wirtschaft ist aber Voraussetzung für die Bekämpfung des Klimawandels", sagt Jana. „Es braucht effektive Maßnahmen, damit sich die Bilder wie wir sie aus der Eifel gesehen haben, nicht wiederholen. Und zwar jetzt!“

Pressemitteilung 23.7.2021