Continental Karben: Arbeitgeber lenkt ein und akzeptiert Forderungen der IG Metall

erstellt von IG Metall Mitte — zuletzt geändert: 2021-06-02T13:41:32+02:00
Der Automobilzulieferer Continental lenkt ein und akzeptiert die Forderungen der IG Metall. Damit ist die ursprünglich vom Management des Automobilzulieferers geplante komplette Schließung des Standortes in Karben vom Tisch.

Um einen Arbeitskampf zu vermeiden, haben sich IG Metall und Continental auf ein tragfähiges Ergebnis verständigen können. Die Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung wurden verbessert. So sind betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2022 ausgeschlossen. Zudem wird zusätzlich ein Härtefallfonds von 1 Million Euro geschaffen.

Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte, bewertet das erzielte Ergebnis positiv. „Nach einer harten Auseinandersetzung haben wir ein tragfähiges Ergebnis erzielen können. Positiv ist, dass betriebsbedingte Kündigungen nun bis Ende 2022 ausgeschlossen sind und die Chance einer nachhaltigen Standortentwicklung besteht. Außerdem können langjährig Beschäftigte zu guten Bedingungen aus dem Erwerbsleben ausscheiden.“

Für Beschäftigte, die älter als 57 Jahre sind und das Unternehmen verlassen wollen, werden die Abfindungsregelungen verbessert. So können beispielweise Beschäftigte, die 58 Jahre alt sind, eine Abfindung von bis zu 180.000 Euro erhalten.

Beschäftigten, die vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden wollen, wird das Management von Continental ein Altersteilzeitangebot machen.

Michael Erhardt, Geschäftsführer der IG Metall Frankfurt, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem erzielten Ergebnis. „Die verbesserten Regelungen zur Altersteilzeit sind eine gute Grundlage und das verbesserte Abfindungsprogramm unterstützt Beschäftigte, die das Unternehmen freiwillig verlassen möchten.“

Pressemitteilung 1.6.2021