Bezahlbares Wohnen in der AdA ermöglichen!

erstellt von DIE LINKE. im Römer — zuletzt geändert: 2020-06-30T12:06:26+02:00
Der Zusammenschluss von Wohnprojektgruppen „Wohnen in AdA“ hat in einem offenen Brief die Höhe des von der Stadt verlangten Erbbauzinses für das Gebäude der Akademie der Arbeit (AdA) auf dem Campus Bockenheim kritisiert.

 Durch den Erbbauzins und hohe Sanierungskosten würden die Mieten nach dem Umbau bei „mindestens 20 Euro/m²“ liegen. Geförderte Wohnungen seien zu dem Preis überhaupt nicht finanzierbar.

Eyup Yilmaz, wohnungs- und planungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer, dazu: „Einerseits verspricht die Stadt seit Jahren, dass auf dem Campus bezahlbarer Wohnraum entstehen soll und auch Wohnprojekte will die Stadt ausdrücklich fördern. Andererseits schreibt die zum Teil  stadteigene Konversionsentwicklungs-Gesellschaft (KEG), der das Gelände gehört, die AdA jetzt zu einem Preis aus, der zu horrenden Mietpreisen führen wird.“

Dies sei ein weiterer Rückschlag in einer langen Reihe für die Projektgruppen, die in Bockenheim bezahlbares und soziales Wohnen ermöglichen wollen, so Yilmaz: „Schon vor Jahren haben die Gruppen die Zustimmung für ihre Wohnkonzepte erhalten. Seitdem ist nichts passiert, denn die Stadt stellt bisher keine Grundstücke zur Verfügung. Die Luxushochhäuser mit Hotels, hochpreisigen Apartments und Büros auf dem Campusgelände sind fast fertig gestellt und der Bau von bezahlbaren Wohnungen hat nicht einmal begonnen. Die Prioritätensetzung der Stadt wird hier mehr als deutlich: Bezahlbares und gemeinschaftliches Wohnen hat das Nachsehen nach der Profitorientierung!“

Diese Profitorientierung beim Verkauf der restlichen Grundstücke durch die stadteigene ABG Frankfurt Holding habe dazu geführt, dass der Bodenpreis in dem Gebiet gestiegen sei. Yilmaz findet: „Nun fallen die gestiegenen Grundstückspreise auf die Wohnprojektgruppen zurück. Das ist das Gegenteil von sozial! Wir fordern eine Reduzierung des Erbbauzinses bei der Akademie der Arbeit!“

Die Forderung, Erbbauzinsen für soziale Projekte und bezahlbaren Wohnraum zu senken, stellt DIE LINKE. im Römer in den Haushaltsverhandlungen seit Jahren. Yilmaz: „Unsere Forderung bleibt aktuell! Wir unterstützen die Forderungen von Wohnen in AdA!“

Zuletzt hatte die Koalition aus CDU, SPD und Grünen im März 2020 einen entsprechenden Antrag der Fraktion DIE LINKE. im Römer abgelehnt (E 146/2020, zu finden unter https://www.stvv.frankfurt.de/download/E_146_2020.pdf).

Fraktion DIE LINKE. im Römer, Pressemitteilung, 29. Juni 2020