Arbeitsplätze bei Günther & Co erhalten - wertvolle Gewerbeflächen nicht an Rechenzentren vergeuden

erstellt von DIE LINKE. Fraktion im Römer — zuletzt geändert: 2020-06-30T12:27:47+02:00
Scharf zu kritisieren seien insbesondere die Pläne des schwedischen Mutterkonzerns Sandvik, das Grundstück teuer an einen Rechenzentrenbetreiber zu verkaufen.

DIE LINKE. im Römer unterstützt den Arbeitskampf beim traditionsreichen Werkzeugbauer Günther & Co in Rödelheim. Ansässige Ortsbeiräte und Stadtverordnete der LINKEN haben heute gemeinsam mit der Frühschicht gegen die geplante Werksschließung demonstriert. Dazu erklärt Michael Müller, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer:
„Der hochprofitable Standort muss erhalten bleiben und die Arbeitsplätze müssen gesichert werden. Frankfurt braucht Industriearbeitsplätze. Wir stehen an der Seite der Beschäftigten und werden mit Ihnen gemeinsam für eine Zukunft ihrer Arbeitsplätze kämpfen.“

Scharf zu kritisieren seien insbesondere die Pläne des schwedischen Mutterkonzerns Sandvik, das Grundstück teuer an einen Rechenzentrenbetreiber zu verkaufen. „Die Ansiedlungspolitik mit immer mehr Rechenzentren in Frankfurt geht zu weit. Wirtschaftsdezernent Markus Frank lässt die Serverfirmen schalten und walten, wie sie wollen. Nicht nur treibt das den CO2-Verbrauch der Stadt massiv in die Höhe. Inzwischen werden dem auch wertvolle Gewerbeflächen mitsamt den daran hängenden Blaumannjobs geopfert“, so Müller weiter.

Es dürfe nicht sein, dass die Beschäftigten die Zeche für eine fragwürdige Industriepolitik zahlen.  Müller abschließend: „Wir fordern die Walter AG erneut dazu auf, die Pläne zur Stilllegung der Frankfurter Fabrik aufzugeben. Ein lukrativer Grundstücksverkauf rechtfertigt nicht die Zerstörung zahlreicher Existenzen. Den Wirtschaftsdezernenten fordern wir auf, den Betreibern von Rechenzentren nicht weiter den roten Teppich auszurollen. Die dadurch erzeugten Kollateralschäden für die Umwelt und die Menschen in dieser Stadt sind immens.“ 

DIE LINKE. Fraktion im Römer, Pressemitteilung, Frankfurt am Main, 30. Juni 2020